{"id":119,"date":"2019-11-26T18:42:16","date_gmt":"2019-11-26T18:42:16","guid":{"rendered":"http:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/?p=119"},"modified":"2019-11-27T19:11:33","modified_gmt":"2019-11-27T19:11:33","slug":"kindergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/index.php\/2019\/11\/26\/kindergarten\/","title":{"rendered":"Kindergarten"},"content":{"rendered":"\n<p>In meinem freiwilligen Jahr arbeite ich im Waldorfkindergarten an der Waldorfschule in Windhoek . \u00dcblicherweise haben Waldorfschulen auch ein Kindergarten vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Kindergarten gibt es zwei Gruppen mit jeweils neun Kindern. Die Boma-Gruppe ist in einer kleinen runden H\u00fctte mit einer K\u00fcchenzeile und einem kleinen WC. Das Honeyhouse, die zweite Gruppe, ist hingegen deutlich gr\u00f6\u00dfer und hat auch nicht die typische Waldorfform. In dieser Gruppe gibt es zus\u00e4tzlich noch zwei Hochbetten f\u00fcr die Kinder in der Nachmittagsbetreuung (bis 17:00 Uhr). Direkt daneben befindet sich der Spielplatz mit einer Sandkiste, einer Wippe und einem Kletterger\u00fcst.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-1024x935.jpeg\" alt=\"Das Honeyhouse\" class=\"wp-image-134\" width=\"448\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-1024x935.jpeg 1024w, https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-300x274.jpeg 300w, https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-768x701.jpeg 768w, https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-1536x1402.jpeg 1536w, https:\/\/marie-namibia.achelpoehler.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/MG_0060-2048x1869.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><figcaption>Das Honeyhouse<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich arbeite zusammen mit einer Erzieherin in der Boma und ab und zu kommt noch eine Aushilfe f\u00fcr ein paar Stunden dazu. Unser Tagesablauf an den Wochentagen ist fast immer gleich. Der Hauptgrund daf\u00fcr ist, dass die Kinder Routine brauchen. Man kann immer wieder beobachten, das Ver\u00e4nderungen, wie z.B. das Fehlen eines Betreuers, f\u00fcr die Kinder Stress bedeutet und sie nicht so gut damit klar kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Morgens um 7:00 fange ich an zu arbeiten. Der Kindergarten \u00f6ffnet dann eigentlich erst, allerdings sind manche der Kinder schon um 6:30 da und warten darauf, dass eine der Kinderg\u00e4rtnerinnen ihnen die Boma oder das Honeyhouse aufschlie\u00dft. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis um 9:00 Uhr d\u00fcrfen die Kinder spielen und wir bereiten dann gemeinsam das Fr\u00fchst\u00fcck (Brunch) zu. Montags gibt es Milipapp (Maisbrei), Dienstag s\u00fc\u00dfes Brot mit Marmelade, Mittwoch Haferbrei, Donnerstag Nudeln und Freitag machen wir zusammen mit den Kindern Pizzabrot. <\/p>\n\n\n\n<p>Um 9 wird dann aufger\u00e4umt und danach machen wir unseren Morgenkreis. Wir spielen dann ein paar Gruppenspiele wie &#8222;H\u00e4schen h\u00fcpf&#8220; oder &#8222;Mein rechter Platz ist frei&#8220;, aber wir \u00fcben, mit den Kinder w\u00e4ren des Morgenkreises auch bis 10 zu z\u00e4hlen und die Wochentage in der richtigen Reihenfolge aufzusagen, sowohl in Englisch als auch in Deutsch. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Kindergarten werden mehre Sprachen gesprochen. Die anderen Betreuerinnen sprechen Englisch, Afrikaans oder Damara (eine einheimische Stammessprache mit Klicklauten) mit den Kindern und ich soll mit den Kindern Deutsch sprechen. F\u00fcr die Menschen ist es in Namibia von gro\u00dfem Vorteil, wenn sie auch Deutsch sprechen k\u00f6nnen, da es in manchen Jobs von ihnen verlangt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich k\u00f6nnen alle Menschen in Namibia zwischen zwei bis vier Sprachen sprechen. Darunter ist immer Englisch und meistens Afrikaans. Deutsch k\u00f6nnen auch einige, aber eher die Leute, die im Tourismus t\u00e4tig sind oder die deutsche Vorfahren haben. Dazu kommt bei vielen noch ihre Stammessprache. Eine meiner Mitarbeiterinnen kann sogar Damara, Oshiwambo, Englisch, Afrikaans und Deutsch. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Morgenkreis waschen wir uns die H\u00e4nde und fr\u00fchst\u00fccken gemeinsam. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck putzen die Kinder ihre Z\u00e4hne und eine von uns Betreuerinnen w\u00e4scht ab. Im Anschluss gehen wir fast immer zum Honeyhouse, um auf dem Spielplatz zu spielen. Manchmal bleiben wir aber auch bei der Boma und basteln etwas. Danach machen wir um kurz vor 13 Uhr nur noch unsere Verabschiedung, die auf Deutsche ist:<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Auf Stein und auf Erden da steh ich so gern. Schaut morgens die Sonne und nachts dann die Stern. Ich schwimme mit den Wellen und tanze mit dem Wind, zwischen Erde und Himmel ein fr\u00f6hliches Kind. Und wenn wir jetzt nach Hause gehen, dann sagen wir auf Wiedersehen, auf Wiedersehen, es war so sch\u00f6n. Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen, bis morgen fr\u00fch um acht. Bis die Kindergartensonne wieder lacht. <\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um 13 Uhr werden die meisten Kinder von ihren Eltern oder Geschwistern abgeholt. Zum Mittagessen, um kurz nach 13 Uhr bleiben nur f\u00fcnf Kinder, die dann am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr abgeholt werden. Manchmal bleibt ein Kind bis um 18 Uhr, was eigentlich \u00fcber unsere\u00a0Nachmittagsbetreuung-Zeiten hinaus geht, aber nicht zu \u00e4ndern ist, da die Eltern arbeiten m\u00fcssen. Ich bin nicht die ganze Zeit in der\u00a0Nachmittagsbetreuung, da ich zwischendrin noch eine Mittagspause von 13:30 bis 16 Uhr habe\/manchmal auch nur bis um 15 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit im Kindergarten macht mir sehr viel Spa\u00df. Die Kinder h\u00f6ren &#8222;meistens&#8220; auf das was man sagt. Wenn ich alleine bin stellen sie mich auch gerne einmal auf die Probe. Sie haben ein gro\u00dfes Interesse neue Sachen zu lernen und machen bei bekannten Liedern oder Spr\u00fcchen lautstark mit. Mit den anderen Erzieherinnen verstehe ich mich super. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem freiwilligen Jahr arbeite ich im Waldorfkindergarten an der Waldorfschule in Windhoek . \u00dcblicherweise haben Waldorfschulen auch ein Kindergarten vor Ort. In meinem Kindergarten gibt es zwei Gruppen mit jeweils neun Kindern. Die Boma-Gruppe ist in einer kleinen runden H\u00fctte mit einer K\u00fcchenzeile und einem kleinen WC. 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